EuroMillions

Spannende Regeländerungen gibt es bei der Eurolotterie EuroMillions, die bereits ab dem 1. Februar 2020 gültig werden. Der EuroMillions Jackpot steht zunehmend im Fokus: mit den neuen Regeln wächst er schneller und kann auf bis zu 250 Millionen Euro ansteigen. Zuvor lag die Jackpot-Obergrenze bei 190 Millionen Euro.

Im Gegensatz zur Spieländerung bei LOTTO 6aus49 bleibt der Preis pro Spielfeld jedoch identisch. Auch die Spielformel 5 aus 50 und zwei aus 12 Sternenzahlen wird beigehalten.

Stufenweiser Jackpotanstieg

Wichtig zu wissen: die neue Obergrenze des Jackpots wird nicht sofort umgesetzt. Stattdessen wächst der Jackpot schrittweise in Stufen von jeweils 10 Millionen Euro.

Somit liegt die Jackpotgrenze ab Februar bei 200 Millionen Euro. Wenn dieser Jackpot ausgeschüttet worden ist, erhöht sich der Maximaljackpot beim nächsten Jackpotzyklus um weitere 10 Millionen Euro, bis die absolute Höchstgrenze von 250 Millionen Euro erreicht wird.

Eine interessante Änderung, die dafür sorgen wird, dass immer wieder neue Rekordjackpots bei EuroMillions aufgestellt werden. Eine Viertelmilliarde Euro – damit bietet EuroMillions den fast dreifachen Maximaljackpot vom EuroJackpot an (90 Millionen).

Mehr Geld für Gewinnklasse 1

Es wird keine Preiserhöhung geben, stattdessen verteilt man die Spieleinnahmen von unteren Gewinnklassen in die oberste Gewinnklasse 1. Damit steigt der Jackpot schneller, allerdings gibt es weniger zu gewinnen wenn man nicht alle Zahlen richtig hat.

Im Detail ist die Sache deutlich komplizierter. Die Gewinnverteilung ändert sich nämlich, wenn der Jackpot fünf Ziehungen in Folge nicht getroffen wurde.

  • 60% statt bisher 48% der Auszahlungssumme für GK 1 (Jackpot) in den ersten fünf Ziehungen (inklusive Boosterfond)
  • 42% statt bisher 27% der Auszahlungssumme für GK 1 (Jackpot) in den darauf folgenden Ziehungen

Besonders bemerkbar macht sich der neue Gewinnplan in den Gewinnklassen 2 bis 12. Wer ab Februar 2020 beispielsweise einen Richtigen und zwei Sternzahlen trifft, gewinnt im Schnitt 34 Prozent weniger. Die Gewinnklasse 6 (3 + 2 Richtige) wird sogar um 45% schlanker (0,37 % statt 0,67%).

EuroMillions Superziehung

Drei Superziehungen jährlich

Angepasst wird außerdem die Anzahl der Superziehungen. Die Superziehungen garantieren einen Jackpot von 130 Millionen Euro. Statt bisher zwei, sollen von nun an drei Superziehungen jährlich stattfinden.

Die nächste Superziehung ist bereits am 7. Februar 2020.

Von Simon

4 Gedanke zu “EuroMillions Jackpot-Grenze steigt auf 250 Millionen”
  1. Ein Mindestjackpot von 17 Millionen Euro bei EuroMillions scheint den meistern Spielern offenbar zu wenig zu sein um sich an der Lotterie zu beteiligen. Wenn der Jackpot dagegen in die dreistelligen Millionen geht, werden deutlich mehr Tipps für diese Ziehung von den Spielern abgegeben. Das wissen natürlich auch die Lotteriegesellschaften, die deshalb begierig darauf sind, dass die Jackpots möglichst schnell steigen, damit auch mehr Spieler daran teilnehmen und sie somit möglichst viel Umsatz und Gewinn bei ihrer Lotterie erzielen können.

    Dass bei solchen Umstellungen wie derzeit bei EuroMillions jedoch fast alle Spieler, die sogar das Glück haben etwas zu gewinnen, in Wirklichkeit die großen Verlierer dabei sind, und nur die paar wenigen Jackpotgewinner dadurch von einem höheren Gewinn profitieren können, ist den Verantwortlichen der Umstellung herzlich schnuppe. Hauptsache deren Kasse klingelt. Dabei tragen sie selber auch noch ihren Teil dazu bei, dass die armen immer ärmer und die reichen immer reicher werden.

    Leider scheint daher der Trend somit immer mehr in die Richtung zu gehen, bei den Lotterien einen möglichst hohen Prozentsatz der Gewinnausschüttung für die erste und damit unwahrscheinlichste Gewinnklasse bereitzustellen, damit die Jackpots so schnell wie möglich ansteigen. Bei der Lotterie MegaMillions in den USA sind es mittlerweile sogar 75 % der gesamten Gewinnausschüttung, die in die erste Gewinnklasse fließt und bei PowerBall 68 %. Beim EuroJackpot sind es dagegen nur 48 % und beim LOTTO 6aus49 derzeit sogar nur 12,8 %.

    Durch die Anhebung des prozentualen Anteils der Gewinnausschüttung für die erste Gewinnklasse bei EuroMillions auf nun 60 %, verringern sich somit die übrigen Gewinnauszahlungen, da für die anderen 12 Gewinnklassen nur noch 40 % (statt bislang 52 %) vom Gewinntopf zur Verfügung gestellt wird. Dies entspricht 20 % der Spieleinnahmen. Daraus folgt, dass jeder Spieler, der im Laufe seines Lebens nicht den Jackpot knackt, damit rechnen muss mindestens 80 % seiner Spieleinsätze bei EuroMillions zu verlieren.

    Es folgt nun die vollständige Übersicht, wie sich die Umstellung auf die prozentualen Gewinnausschüttungen in den einzelnen Gewinnklassen auswirken wird und um wie viel Prozent sich dadurch der Gewinnbetrag in dieser Gewinnklasse (GK) reduziert:

    GK 02 | 5+1 | Alt: 3,95% | Neu: 2,61% | Differenz: -34%
    GK 03 | 5+0 | Alt: 0,92% | Neu: 0,61% | Differenz: -34%
    GK 04 | 4+2 | Alt: 0,45% | Neu: 0,19% | Differenz: -58%
    GK 05 | 4+1 | Alt: 0,48% | Neu: 0,35% | Differenz: -27%
    GK 06 | 3+2 | Alt: 0,67% | Neu: 0,37% | Differenz: -45%
    GK 07 | 4+0 | Alt: 0,38% | Neu: 0,26% | Differenz: -32%
    GK 08 | 2+2 | Alt: 1,75% | Neu: 1,30% | Differenz: -26%
    GK 09 | 3+1 | Alt: 1,85% | Neu: 1,45% | Differenz: -22%
    GK 10 | 3+0 | Alt: 3,50% | Neu: 2,70% | Differenz: -23%
    GK 11 | 1+2 | Alt: 4,95% | Neu: 3,27% | Differenz: -34%
    GK 12 | 2+1 | Alt: 14,85% | Neu: 10,30% | Differenz: -31%
    GK 13 | 2+0 | Alt: 18,25% | Neu: 16,59% | Differenz: -9%

    In der nächsten Übersicht sieht man noch, wie hoch die theoretischen durchschnittlichen Gewinne in diesen Gewinnklassen von EuroMillions bislang waren, wie hoch sie nach der Umstellung sein werden und wie hoch diese im Vergleich dazu bei der Lotterie EuroJackpot (EJ) sind.

    GK 02 | 5+1 | Alt: 303.798 € | Neu: 200.738 € | EJ: 506.516 €
    GK 03 | 5+0 | Alt: 31.448 € | Neu: 20.851 € | EJ: 102.155 €
    GK 04 | 4+2 | Alt: 3.076 € | Neu: 1.299 € | EJ: 4.238 €
    GK 05 | 4+1 | Alt: 164,08 € | Neu: 119,64 € | EJ: 238,36 €
    GK 06 | 3+2 | Alt: 104,10 € | Neu: 57,49 € | EJ: 57,78 €
    GK 07 | 4+0 | Alt: 57,73 € | Neu: 39,50 € | EJ: 105,94 €
    GK 08 | 2+2 | Alt: 18,97 € | Neu: 14,09 € | EJ: 20,83 €
    GK 09 | 3+1 | Alt: 14,37 € | Neu: 11,26 € | EJ: 18,06 €
    GK 10 | 3+0 | Alt: 12,08 € | Neu: 9,32 € | EJ: 14,79 €
    GK 11 | 1+2 | Alt: 10,22 € | Neu: 6,75 € | EJ: 9,98 €
    GK 12 | 2+1 | Alt: 8,05 € | Neu: 5,58 € | EJ: 8,02 €
    GK 13 | 2+0 | Alt: 4,40 € | Neu: 4,00 € | EJ: 0,00 €

    Abgesehen von der ersten und letzten Gewinnklasse von EuroMillions würde man somit in allen anderen Gewinnklassen bei EuroJackpot deutlich mehr gewinnen (in der zweiten Gewinnklasse (5+1) z. B. mehr als das zweieinhalbfache und in der dritten Gewinnklasse (5+0) sogar fast das fünffache) – und das obwohl der Preis bei EuroJackpot günstiger ist und die Gewinnchancen in den Gewinnklassen “x+1” um ca. 15 % und in den Gewinnklassen “x+2” sogar um ca. 32 % besser sind, da sich beim EuroJackpot nur 10 statt 12 Kugeln im zweiten Ziehungsgerät befinden.

    Die Gewinnchance auf die vierte Gewinnklasse (4+2) bei EuroMillions liegt z. B bei 1:621.503 und bei EuroJackpot nur bei 1:423.752. Außerdem muss man für einen Tipp bei EuroMillions mindestens 2,50 Euro bezahlen, während dieser bei EuroJackpot nur 2 Euro kostet. Und trotzdem gewinnt man beim EuroJackpot im Durchschnitt mehr als das Dreifache. Gemessen an der Wahrscheinlichkeit ist dies aber auch bei EuroJackpot ein unverschämt geringer Gewinnbetrag, da trotzdem nur 1 % der gesamten Gewinnauszahlung für diese Gewinnklasse zur Verfügung gestellt wird, also gerade einmal ein Cent pro abgegebenen Tipp.

    1. Tolle Analyse. Problem: Wenige Lottospieler wissen das.

      Ich persönlich spiele fast nur wenn der Eurojackpot 90 Millionen erreicht. Dann gibt es in der zweiten Gewinnklasse 2 Millionnen oder mehr zu gewinnen. Immer noch super unwahrscheinlich für einen Einzeltipp aber es gibt das so 6-7 mehrfache Millionäre. Ist doch viel schöner als wenn einer alles holt. Aber wird es wohl auch nicht mehr lange geben wenn man sich die Trends anschaut.

      Dass bei hohen Jackpots mehr Tips abgegeben werden ist allerdings durch den höheren Erwartungswert ja auch rational, oder nicht (alles andere gleich)?

      1. Vielen Dank Martin! Es ist zwar richtig, dass der Erwartungswert einer Lotterie steigt, je höher der Jackpot ist (auch wenn man berücksichtigen muss, dass durch die höhere Anzahl an Tipps auch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass man den Jackpot dann mit anderen Spielern teilen muss). Profitieren kann man davon als Spieler aber trotzdem nur dann, wenn man auch tatsächlich den Jackpot knacken sollte. Denn in allen anderen Gewinnklassen ändert sich ja nichts am Gewinn.

        Viele Spieler denken daher auch, dass wenn eine Lotterie die Hälfte der Spieleinnahmen wieder als Gewinne an die Spieler zurückzahlt und der Erwartungswert daher bei 50 % liegt (wie z. B. bei EuroJackpot), dass man dann langfristig auch nur die Hälfte seines Spieleinsatzes verlieren wird. Das trifft allerdings auf nahezu keinen Spieler zu, wenn der Großteil der Gewinnausschüttung in die unwahrscheinlichste Gewinnklasse fließt, die fast alle Spieler zu Lebzeiten nicht erreichen werden.

        Nehmen wir mal als Beispiel an, dass ein Spieler 30.000 Tipps auf einmal bei der Lotterie EuroJackpot abgeben würde, weil der Jackpot in dieser Ziehung besonders hoch ist (übrigens würden sich die Zahlen in diesem Beispiel auch dann nicht ändern, wenn man die 30.000 Tipps auf mehrere Ziehungen verteilen würde, z. B. auf 50 Tipps pro Monat über 50 Jahre hinweg). Entsprechend der Gewinnwahrscheinlichkeit in den einzelnen Gewinnklassen könnte er dann ungefähr mit folgenden Gewinnen rechnen:

        714 x Ø 8,02 € in GK 12 (2+1) = 5.726,28 €
        234 x Ø 9,98 € in GK 11 (1+2) = 2.335,32 €
        87 x Ø 14,79 € in GK 10 (3+0) = 1.286,73 €
        50 x Ø 18,06 € in GK 9 (3+1) = 903,00 €
        45 x Ø 20,83 € in GK 8 (2+2) = 937,35 €
        3 x Ø 57,78 € in GK 7 (3+2) = 173,34 €
        2 x Ø 105,94 € in GK 6 (4+0) = 211,88 €
        1 x Ø 238,36 € in GK 5 (4+1) = 238,36 €

        Der Gesamtgewinn würde somit bei 11.812 Euro und die Gesamtausgaben bei 60.000 Euro (ohne Scheingebühren) liegen. Damit hätte er also über 80 % seines Spieleinsatzes verloren. Selbst wenn er noch das Glück haben sollte (bei einer Gewinnchance von nur etwa 7 %) wenigstens einmal die GK 4 (4+2) zu treffen (Ø Gewinn = 4.238 €), würde er trotzdem noch über 73 % seines Gesamteinsatzes verlieren. Von dem höheren Erwartungswert der Lotterie aufgrund des besonders hohen Jackpots könnte er also nicht einmal annähernd profitieren, da die Wahrscheinlichkeit auf den Jackpot trotzdem noch bei 1:3.178 liegen würde.

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